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Pfau- eine Erfolgsstory Teil 1

Eine Erfolgsgeschichte

Man lebt in einer kleinen, überschaubaren Stadt, wo man zu wissen glaubt, jeden Winkel „beinahe“ zu kennen. Seien es Restaurants, Straßen, Geschäfte, Cafés, Parks uvm. Schaut man jedoch genauer hin, wird man schnell merken, dass man falsch liegt. Denn es gibt soviel mehr, als das was wir schon glauben zu kennen. Und sogar in der kleinsten Stadt verbergen sich großartige Dinge.

Dafür freue ich mich nun umso mehr ein grandioses Unternehmen entdeckt zu haben, dessen Marke und Produkt ich natürlich schon seit Langem aus Top Restaurants, Bars und Lokalen kenne. Dass dieses wundervolle Produkt gefühlte 400 m Luftlinie von meiner Wohnung produziert wird, ist mir jedoch erst jetzt bewusst.

Die Rede ist von einem Unternehmen namens Pfau, in dem eine atemberaubende und grandiose Geschichte steckt. Hinter all dem steht der „Erfinder sowie Begründer“ Valentin Latschen.

Wie alles begann

Der symphytische Unterkärntner ist gemeinsam mit 5 Geschwistern am elterlichen Hofe „Pfau“ in Ruden aufgewachsen. Einer Gegend, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Von Industrie, Tourismus, zahlreichen Einwohnern oder sonstigem- keinerlei Spur.

Sein Vater schickte ihn in die Tourismusschule Villach und hatte mit Abschluss das große Glück in tollen Restaurants in Österreich arbeiten zu dürfen. So sollte es jedoch nicht bleiben, denn mit einem Vater, genauer gesagt einem leidenschaftlichen Obstliebhaber war der Weg vorgegeben. Sein Sohn solle eine Obstbaumlehre in der Steiermark absolvieren.

Eines Tages packte ihn die Leidenschaft, vor allem das Arbeiten in und mit der Natur und er fing an daran Gefallen zu finden. Anschließend folgten Weinbau und Keller Prüfungen, wo Latschen Herrn Tement höchstpersönlich kennenlernen durfte. Folgende Worte sollten insgeheim der Anfang einer großartigen Geschichte sein und begleiten den Produzenten bis heute. „Qualität wächst im Garten. Weniger ist mehr und nur aus etwas Gutem kann etwas Gutes entstehen.“

Der Tag der Übergabe

Im Jahre 1984 war es soweit als sein Vater den Betrieb übergab. In einer Zeit des „Umbruchs“ als Diskussionen über einen EU Beitritt aufkamen. Vor allem betraf dieses Thema die Landwirtschaft. Schnell war klar: „Die Chancen in Österreich liegen ob mit oder ohne EU niemals in der Massenproduktion. Unsere Chancen liegen in der Qualität, der Sozialität, der Vielfalt, in der Phantasie des Angebots sowie in einer ehrlichen Produktion.“ Ganz im Vordergrund stand hierbei die Philosophie mit der Natur zu arbeiten und alles zu unternehmen, um diese Art des Wirtschaftens und Produzierens an die KonsumentInnen zu bringen. Ein Gedanke, der bis heute nicht an Wichtigkeit verloren hat.

Durch die Slow Food-Debatte im Jahre 1987 unter Petrini rückte auch die Frage der Wertschätzung von Lebensmitteln immer mehr in den Vordergrund. Wie viel war und ist der Konsument bereit zu zahlen?

Die Zukunft des Hofes Pfau

Auf 2 A4 Seiten sollte die Zukunft geplant und geschmiedet werden. Ziel war es den elterlichen Betrieb in eine Kombination aus Landwirtschaft und Gastronomie zu transformieren. Vor allem unter Miteinbeziehung des Haus und Hofnamens Pfau, welcher über Generationen transportiert wurde. Ein prächtiges und stolzes Tier. Wichtig war vor allem: Die Speisekarte solle mit allen Produzentinnen gekennzeichnet werden, um somit Gemeinsam und transparent zu arbeiten.

Mit einem riesigen Berg Schulden in der Tasche kam plötzlich eine weitere Idee. Obstbaumpatenschaften mit dem Ziel den Bezug zwischen Konsument und Produzent in den Vordergrund zu stellen. Um die Wertschätzung von Produkten zu steigern. Mit einem Fruchtgenussrecht von 10 Jahren. Die Idee boomte in den Medien, über die Landesgrenzen hinaus. Mit dieser Idee hatte Latschen jedoch weitere Vorhaben im Kopf: Dadurch konnte er den Verkauf seiner produzierten Produkte ankurbeln und die Gastwirtschaft beleben. Die Schulden wurden jedoch nicht weniger.

Mit dem Eröffnen seines Gasthauses erhoffte er sich eine finanzielle Erleichterung und stellte sich vorab grundlegende Fragen- denn Aufgeben war keine Option.

 

 

  1. Warum sollte ein Gast zu mir kommen? Es gibt zwei Gründe, warum man isst. Erstens um SATT zu werden. Zweitens um etwas zu erleben. Latschen wusste, dass auf seinen Betrieb Zweiteres zutraf. Durch die Patenschaften, einen blühenden Obstgarten und vieles mehr wurde ein Besuch im Gasthaus Pfau zum Erlebnis.
  2. Welche Gerichte kommen auf die Karte?
  3. Ist die Speise an sich ein Erlebnis? Wienerschnitzel konnte man überall essen. Somit konzentriere sich der Kärntner auf das Kochen mit Most und Schnaps.
  4. Bereitet dieses Gericht eine „Hausfrau“ zu? Wenn ja, wechselt man vom Küchentisch auf den Wirtshaustisch und wird danach verglichen. Oft würde sich der Gast sagen: „Zu Hause koch ma besser.“ So war dies auch keine Option. 
  5. Gerichte, die die finanzielle Lage minimieren würden.
  6. Der wichtigste Punkt von allen war es jedoch die Region, die Bauern und Wirtshäuser, ja das gesamte Umfeld zu integrieren um MITEINANDER etwas Aufregendes und Großes zu schaffen.

Das Gasthaus boomte. Die Menschen kamen um gut und unkompliziert zu essen. Innerhalb kürzester Zeit wurde dem Betrieb eine Haube verliehen. Im ersten Moment- großartig. Im zweiten Moment begann der Hausherr pingelig zu werden. Die Besuche wurden rarer und somit stellte sich Latschen die Frage: Was war der Grund, warum die Leute bei mir waren? Gutes einfaches Essen. Das Ziel Nr. 1 war es nun: Wie werde ich die Haube wieder los?

Wie die spannende Story weitergeht, wann der tatsächliche Durchbruch stattgefunden hatte und was Herr Latschen mit den See.Ess.Spielen zu tun hat? Findet ihr bald hier in einem zweiten Teil. Stay tuned! 

 
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